01.06.2026
Liebe Geschwister im Glauben, liebe Leserin, lieber Leser,
haben Sie den Gottesdienst in Milzau-Klobikau mitgefeiert – den an jenem besonderen Festtag „Christi Himmelfahrt“?In unserer kirchlichen Tradition ist dieses Fest durch Darstellungen aus der Kunst geprägt:
eine aufsteigende Jesus-Gestalt, den Blick gen Himmel gerichtet;
eine Wolke, die diese Jesus-Gestalt aufnimmt oder verhüllt;
manchmal Fußabdrücke auf dem Erdboden;
eine Jüngerschaft, die fragend oder ratlos oder verstört dreinblickt – und vor allem wie angewurzelt dastehend diesem Erlebnis hinterherstaunt.
Manchmal sind da auch zwei in Weiß gekleidete Gestalten zu sehen.
Diese Engels-Gestalten sind vielleicht die wichtigsten in dieser Szene. Denn, so berichtet die Bibel, es bedurfte eines himmlischen Winks, um die Jüngerschaft wieder in ihre Wirklichkeit zurückzuholen.
Heutzutage würde man den Wink jener himmlischen Wesen vielleicht mit den Worten wiedergeben: „Was steht ihr da herum und starrt Löcher in die Luft!“
Der Wink wurde verstanden.
Die Jüngerschaft setzte sich in Bewegung – zunächst hin zu dem Ort, an dem sie sich damals trafen und austauschen und ihre Absprachen trafen.
Und als wahr wurde, was Jesus angekündigt hatte, und sie miterlebten, was Gottes Geist bewirken kann, dann sind sie richtig in Bewegung geraten.
Sie zogen los und ließen sich von Jesu` Auftrag leiten und begannen, das Evangelium in alle Welt hinauszutragen.
Eine immer größer werdende Gemeinschaft entstand, die wir heute >Kirche< (oder >Kirchen<) nennen – bis hierher zu uns.
Die Geschichte dieser Gemeinschaft geht weiter – auch durch uns: wie wir unseren Glauben leben, wie wir unseren Glauben bekennen, wie wir in unseren Kirchengemeinden zusammenleben, wie wir uns gegenseitig unterstützen und stärken.
Bleiben Sie behütet.